Besondere Ereignisse
Totale Mondfinsternis 7. September 2025
Die Wetterprognose für den Abend des 7. Septembers wechselten fast stündlich, sodass mit allem gerechnet werden musste. Die Prognose von MeteoSchweiz war recht verheissungsvoll, jene meines Astro-Apps «Clear Outside» war pessimistischer. Als der Mond ca. um 20:05 Uhr aufging, war der Osthorizont oberhalb Hemmental wolkenverhangen. Bis kurz vor Ende der Totalität (Mond vollständig im Kernschatten) war vom Mond gar nichts zu sehen. Dann, um 20:47 Uhr, war der runde und leicht rötliche Mond für einen kurzen Augenblick ganz schwach durch die Wolkendecke auszumachen. Erst nach Ende der Totalität zeigte sich der Mond um 20:59 Uhr wieder. Jetzt lag ein Teil des Mondes bereits ausserhalb des Kernschattens, sodass eine sehr helle Sichel sichtbar wurde. Diese wurde im Verlauf der Zeit immer grösser, wurde aber immer wieder durch dichte Wolkenschleier überdeckt. Erst allmählich, ab ca. 21:25 Uhr, klarte es etwas auf und auch dank der zunehmenden Dunkelheit wurde die Sicht auf den sich scheinbar ständig vergrössernden Mond immer besser. Bis am Schluss der Beobachtungen war die Sicht aber durch Schleierwolken beeinträchtigt. Auch nachdem der Mond vollständig aus dem Kernschatten ausgetreten war, war der Mond im Nordwesten(rechts oben) durch den Halbschatten noch immer leicht abgedunkelt. Auch wenn die Bedingungen in diesem Teil der Schweiz alles andere als ideal waren, konnte einem eindrucksvollen Naturerlebnis beigewohnt werden.
Die Mondfinsternis ist in Zeitaufnahmen im Abstand von 7 Minuten dargestellt. Die Totalität konnte wegen starker Bewölkung nicht dokumentiert werden. Die erste Aufnahme stammt von 20:03 Uhr, also kurz nach Ende der Totalität. Die zweitletzte Aufnahme entstand um 21:57 unmittelbar nach dem vollständigen Austritt des Mondes aus dem Kernschatten. Bei der letzten Aufnahme ist der Mond oben rechts noch durch den Halbschatten leicht abgedunkelt (Aufnahme mit 650 mm-Vixen-Refraktor und Olympus OM-1).
Aufnahme des Monds um 20:38. Der Kernschatten wandert langsam nach oben rechts (Aufnahme mit 650 mm-Vixen-Refraktor und Olympus OM-1).